Licht in der Dunkelheit

Einen grandiosen Abend in der Internationalen Jugend-Begegnungsstätte in Auschwitz gestalteten 22 Jugendliche aus Polen, der Ukraine und des Tanzenden Theaters aus Wolfsburg. In einem 1-wöchigen Workshop erarbeiteten die Jugendlichen ein Stück über Menschenrechte, Solidarität, Trauer und Tränen. Umgesetzt wurde dies durch viel Engagement sowie ausdrucksstarken Tanz.

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„Vor einem Jahr sprach uns Hartwig Erb, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg, an, ob wir mit Jugendlichen aus Wolfsburg nach Auschwitz reisen würden. Ich hatte großen Respekt vor der Herausforderung, dieses sensible Geschichtsthema anzufassen, bin aber überzeugt, dass es gerade heute wichtiger denn je ist, mit jungen Menschen aus verschiedenen Ländern das Thema der Menschenrechte und ihrer Verletzungen zu erforschen. Tanz und Kunst sind wunderbare Mittel, um eine gemeinsame Sprache zu finden,“ schildert Sabine Thanner, Gesamtleiterin des Tanzenden Theaters Wolfsburg den Beginn des Projektes. Die Jugendlichen hatten sich noch nie zuvor gesehen, Auschwitz kannten viele nur aus dem Geschichtsunterricht. „Die erste Begegnung mit den anderen Jugendlichen war zu Beginn schon etwas angespannt und die Sprache zunächst ein Hindernis. Aber durch die gemeinsamen Erlebnisse im Konzentrationslager Auschwitz und dem Vernichtungslager Birkenau, über die gemeinsam erlebte Betroffenheit und über die Sprache des Tanzes wurden wir schon nach kurzer Zeit eine Einheit“, berichtet Anna Harms, 15 Jahre, Teilnehmerin vom Tanzenden Theater Wolfsburg.

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Hartwig Erb, der zusammen mit dem IG Metaller Joachim Fährmann die Projektaufführung „Licht in der Dunkelheit“ in Oswiecim/Polen besuchte, sprach von der Wichtigkeit und der großen Chance, dass Jugendliche aus Europa miteinander ins Gespräch kommen können. „Jenes, was Politik und Wirtschaft in Europa nicht leisten können oder wollen, schaffen diese Jugendlichen in einer Woche Völkerverständigung." Die IG Metall Wolfsburg lud nach der Vorstellung alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Antifawoche nach Wolfsburg ein. „Es ist schön, dass wir die Möglichkeit bekommen uns wieder zu treffen und das Erarbeite so gemeinsam noch vertiefen können“, berichtet Ana Claudia Ronzani, die als Tanzpädagogin vom Tanzenden Theater Wolfsburg in Oswiecim die künstlerische Umsetzung anleitete.

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Aufführungen des Projektes „Licht in der Dunkelheit“ sind am 09.11.2017 auf der Studiobühne des Tanzenden Theaters geplant. Karten für die Vormittags- und Abendveranstaltungen gibt es ab Ende September über das TTW-Büro. Weitere Informationen erhalten Sie unter: Tel. 05361-2728129